Montag, 7. September 2015

Warum nähe ich?

Nachdem ich lange überlegt habe, womit man als Boggerinnen-Neuling den ersten Post eröffnet, dachte ich mir "fang einfach am Anfang an".

Und wo war der Anfang? Genau kann ich es nicht sagen, aber meine Oma ist der Grund, dass mir nähen so viel Freude macht. Sie nähte immer. Seit ich denken kann. Ihre Garderobe war zum größten Teil selbst genäht. Wenn Fasching war (so sagt man in Berlin dazu, hier im Rheinland wo ich jetzt lebe, heisst es "Karneval"), nähte sie meine Kostüme und ich war total stolz.

Mein Einstieg ins Nähleben kam aber viel später. In der 8. Klasse im Kunstunterricht. Wir sollten uns überlegen, welches Kleidungsstück wir nähen wollten und dann Maß an uns nehmen und alles auf den Stoff aufzeichnen, zusammennähen und fertig. Noch heute weiß ich zu gut wie ich mich gefühlt habe. Hoch motiviert entschloss ich mich eine Hose zu nähen, kaufte mir einen damals trendigen längs gestreiften Stoff (Nena lässt grüßen) und dann nahm das Drama seinen Lauf.

Bis heute ist es so: Kleidung ohne Schnittmuster? Geht gar nicht! Ich kann es nicht und zahle sehr gerne Geld für Schnittmuster. Ich bewundere alle die das Erstellen eines Schnittes beherrschen.

Das Ende vom Lied war eine total verschnittene, nicht sitzende Hose und ich hatte null Bock mehr auf das ganze Projekt. Aber ich wollte auch nicht aufgeben und ging mit dem missratenen Stück zu meiner Oma. Dann wurde alles gut. Wir kauften denselben Stoff nochmal und einen Schnitt dazu und ich nähte unter ihrer Anleitung. Die Hose saß dann prima, sah toll aus und ich bekam dafür von meiner Lehrerin eine Eins :-).

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